K I T I L O P G N U L K C I W T N E S W E I V : E R 5 6 _ 4 6 Welche Rohstoffe als kritisch gelten, hat die Kommission im Critical Raw Materials Act definiert. Auf der Liste ist unter anderem auch Aluminium. Für Aluminium und ande- re kritische Rohstoffe hatte die Kommission Ende 2025 den sogenannten RESourceEU Action Plan veröffentlicht. Dieser sieht unter anderem konkrete Exportbeschränkungen für Schrott und Abfälle von Permanentmag- neten und Aluminium vor. Die Maßnahmen sollen auch dazu beitragen, die Abhängigkeit der europäischen Industrie von Aluminiumimporten zu verringern. Laut Eurostat importierte die EU im Jahr 2024 Aluminiumerzeugnisse im Wert von 29,5 Milliarden Euro. Der europäischen Statis- tikbehörde zufolge betrug das Außenhan- delsdefizit damit mehr als elf Milliarden Euro. Im Vergleich zu 2019 stie- gen die Aluminiumimporte um fast 30 Prozent. WAS IST EIN KRITISCHER ROHSTOFF? Nach dem Critical Raw Materials Act (CRMA) wird ein Rohstoff als kritisch eingestuft, wenn er zwei wesentliche Bedingungen erfüllt: Hohe wirtschaftliche Bedeutung: Der Rohstoff ist für die europäische Wirt- schaft, insbesondere für strategische Sektoren wie die Digital- und Energie- wende, von entscheidender Bedeutung. Hohes Versorgungsrisiko: Die Versorgung mit diesem Rohstoff ist durch eine hohe Konzentration der globalen Produktion in wenigen Ländern, geringe Substituierbarkeit und niedrige Recyclingraten gefährdet. Nach dem CRMA gelten die folgenden Rohstoffe als kritisch: Antimon, Arsen, Bauxit/Aluminiumoxid/Aluminium, Baryt, Beryllium, Bismut, Bor, Kobalt, Koks- kohle, Kupfer, Feldspat, Flussspat, Gallium, Germanium, Hafnium, Helium, schwere seltene Erden, leichte seltene Erden, Lithium, Magnesium, Mangan, Grafit, Nickel, Niob, Phosphatgestein, Phosphor, Platin, Scandium, Silicium- metall, Strontium, Tantal, Titanmetall, Wolfram, Vanadium.